KUCKUCKSUHR

"Wir brauchen da eine verrückte Kuckucksuhr und da habe ich gleich an Dich gedacht." Zwei schlaflose Wochen später stand sie im Hamburger Thalia Theater auf der Bühne. Funktionen: Zeiger ferngesteuert vorwärts und rückwärts. Schief hängendes tempogesteuertes Pendel. Pendel sind an sich dafür da, daß sie immer nur eine konstante Geschwindigkeit laufen, da man sie sonst nicht in Uhren einbauen würde. Ferngesteuerter Kuckuck, der nicht nur schief hängt, sondern sich auch richtig weit und schnell aus der Uhr herauskatapultiert.

 

 

 

Diese drei Bilder zeigen den Kuckuckweitwurfmechanismus.

Zum Ende jeder Aufführung explodierte das ganze Ding im hohen Bogen; Auseinanderbrechendes Gehäuse, Kuckuck rausschmeißen und an einer Feder baumeln lassen, Zifferblatt und Zeiger vorne ausspucken, Knall und Rauch.

 

 

Der Hohlspiegel berichtete:

 

 

Der geforderte Kuckuckruf über Sprachchip machte allerdings immer "Kuckuck Knck "
Der in dem Arbeitsraum für eine andere Aufführung untergebrachte Riesenpapagei brachte unter seiner Nachtabdeckung bald das gleiche Geräusch perfekt heraus und mich in Selbstzweifel. Das pertinente "Kuckuck Knck " hörte ich auch bei ausgeschaltetem Gerät.
Von dem Papagei erfuhr ich erst am nächsten Morgen.
Vor kurzem erfuhr ich, daß der Papagei jetzt im Brandenburgischen lebt und immer noch "knck" nach jedem "Kuckuck" sagt.
Für die Tontechniker im Thalia war das "Kuckuck" ohne "Knck" kein Problem.

Für mich sind Theater allerdings aus anderen Erfahrungen zu stressig und kommen als Kunden nicht mehr in Frage.



[ Home | Galerie | Kontakt | Impressum ]
Diese Seite ist Teil von http://www.kybernetische-mechanismen.de/