DIE SCHILDKRÖTE

Der Auftraggeber hat einen echten Panzer aus dem Naturkundemuseum mit Acrylharz nachgebildet. Videos von echten Schildkröten (Manche Schildkröten sind sogar für einen Vogel überraschend schnell) sowie Büchern mit Knochenbau und Gangart gaben die Vorlage für den "kleinen Rest" den wir dazu gebaut haben. Die Funkfernsteuerungen waren damals noch recht groß.

  Diese Schildkkröte in der Entwicklung ist im Film zu sehen, es ist tatsächlich wie die Entstehung des Lebens.
Zuerst konnte sie schon gradeaus gehen. Dann konnten wir sie rechts oder links hin steuern. Dann konnte sie den Kopf vorstrecken und das Maul aufmachen, das Salatblatt beißen, den Kopf zurückziehen, ja nun ist das Märchen zu Ende, denn verdauen geht natürlich nicht, denn dort sitzen die Servomotoren und die auch im Preis hochgezüchteten Batterien.
  Daß das Tier auch katzenhafte Samtpfötchen haben mußte, hat der Auftraggeber nicht rechtzeitig gesagt, deshalb bekam er nur die einfache Hongkongtoy Rolliversion, die auf dem Flügel, als besonders großer Schallüberträger keine Auftrittsgeräusche machte.
Das Original haben wir dann auf der photokina ausgestellt, wo wir uns Vorwürfe anhören mußten, weil wir das arme artengeschützte Tier dem Publikum und dem Lärm und der schechten Luft aussetzen.

 


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